Durchführung

Der Lichtnahrungsprozess – In 21 Tagen das ganze Leben
Meine persönlichen Erfahrungen

Vom 17. Mai bis zum 6. Juni 2010 habe ich den 21-tägigen Lichtnahrungsprozess durchlaufen. Ich möchte Euch gerne an meinen Erfahrungen teilhaben lassen, weil ich weiß, dass sich einige auch mit diesem Thema beschäftigen. Außerdem zählt es zur sogenannten „Freien Energie“. Heißt, dass jeder ernsthaft an Heilung, Radiästhesie oder Spiritualität Interessierte an diesem elementaren Wissen nicht vorbei kann.

Dieser 21-Tage Prozess vermittelte mir die klare Erkenntnis, dass jeder Mensch schon immer und nur von der Energie aus der Einen Quelle ernährt ist. Alle Konzepte über die richtige Ernährung sind Konzepte des Verstandes und letztlich Illusion. Das kann aber auf der Ebene des Verstandes – logischerweise – nicht verstanden werden, indem man es hört oder wie du jetzt hier liest, sondern nur durch direkte Erfahrung, durch Erleben. Deswegen ist jeder 21-Tage-Prozess eine äußerst individuelle Geschichte – die übrigens mit Essen und Trinken sehr wenig zu tun hat. Obwohl es die einzigen Regeln sind, die es dabei gibt.

Wer es noch nicht weiß: Es darf 21 Tage lang nichts gegessen werden und die ersten 7 Tage auch nichts getrunken werden.
Genau aus diesem Grund habe ich auch fast Niemandem vor dem Prozess davon erzählt, dass ich diesen bald machen will. Das hat sich als sehr empfehlenswert herausgestellt. Weil, was passiert, wenn du jemandem erzählst, dass du jetzt 7 Tage lang nichts isst – und nichts trinkst? Alle Ängste, die diese Person in Ihrem Leben haben kann, werden dir sofort über geschüttet in Form von angeblichen Sorgen, die diese Person um dich hätte. Ich nenne das Angstprojektionen, Todesangst-Projektionen, um es noch genauer auszudrücken. Diese kommen u. a. aus unserem schulisch verzogenen Denken heraus, man müsse nach drei Tagen ohne zu Trinken sterben. Und so ist es auch: Nur, wer wirklich stirbt, das bist nicht du, sondern das ist der, der an diesen Unsinn geglaubt hat. Ich hatte schon vorher nicht daran geglaubt und hatte dementsprechend auch keine Todesängste durchzustehen. Aber wer da noch nicht so von den gesellschaftlichen Meinungen dehypnotisiert ist, der muss halt sterben. Das Ich, das daran geglaubt hat, wird definitiv sterben.  Was zurück bleibt ist ein freierer Mensch, ein freieres Du.

Das bedeutet, um es noch mal klar zu sagen: Wenn du den Prozess machen willst, erzähle Niemandem, der nichts damit anfangen kann, davon. Wenn du auf diese Angstprojektionen einsteigst, kannst du den Prozess nicht in guter Vorbereitung machen. Deswegen sage ich ja: Der Prozess hat mit Essen und Trinken nicht viel zu tun. Es ist eher wie Satsang. Es ist Satsang. (Ein sich der Wahrheit hingeben.)

Zuerst mal zu den harten körperlichen Fakten.
Mein Gewicht war vor den 21 Tagen:  74 kg bei 180 cm Körpergröße.
Nach den ersten sieben Tagen war das Gewicht:  67 kg (Körpergröße ist gleich geblieben 😉
Nach 14 Tagen war mein Gewicht: 70 kg
Und nach 21 Tagen: 69,5 kg
Also habe ich effektiv 4 kg in drei Wochen abgenommen, was schon erstaunlich ist. Bei einer normalen Fastenkur hätte ich sicherlich das Doppelte bis Dreifache an Gewicht verloren. Und es war genau so, wie mein Arzt, der mir den Lichtnahrungsprozess empfohlen hatte, prophezeit hatte. Er sagte nämlich, ich würde sieben Kilo abnehmen und dann würde sich mein Gewicht einpendeln. Genau so kam es. Bye the way, ja, es stimmt, dass mir mein Arzt empfohlen hat, den Lichtnahrungsprozess zu machen. Auch wenn es unglaublich scheint, solche Ärzte gibt es noch auf diesem Planeten.

Warum ich überhaupt zu diesem Arzt gegangen bin: Nach den schulmedizinischen Diagnosen Laktoseintoleranz und Fruktoseintoleranz (das bedeutet eine Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln, die Milchzucker bzw. Fruchtzucker enthalten) war ich absolut verwirrt, weil ich gar nicht mehr wusste, was ich überhaupt noch essen soll, ich habe einfach nichts mehr vertragen. Und dann für mich gedacht:  „Am besten esse ich gar nichts mehr“. Aber dass das wirklich eine Lösung sein könnte, darauf wäre ich nicht gekommen, obwohl das Thema Lichtnahrung schon vor über 10 Jahren in mein Leben kam.

Der Arzt, ein Ayurveda-Doktor, meinte,  mein Pitta sei zu hoch und ich solle am besten vegane Rohkost essen oder noch besser, gleich auf Lichtnahrung umsteigen. Genau so hat er es gesagt und er sagte noch viel mehr. Ich fühlte mich regelrecht durchleuchtet, weil er mir so viele Dinge sagte, die für mich gut seien. Andere Menschen hatten mich oft beschimpft, wenn ich sagte, was meine Wahrheit zu diesem oder jenem sei. Es war also eine regelrechte Offenbarung und ich habe mich selten so zu Hause gefühlt, was mein seelisches Sein betraf.  Außerdem war auch mein Sohn mit dabei und ich habe ihn  noch nie so ruhig und entspannt erlebt. Nach diesem Arztbesuch hatte ich einen derart intensiven Herzkontakt zu meinem Sohn, dass mir vor Glück fast schwindelig wurde.
Das war Ende April. Ich habe das Thema Lichtnahrung dann erst mal zurück gestellt und was die Ernährung betraf, gemacht was mein Arzt mir empfohlen hatte. Dass das eine optimale Vorbereitung für die 21 Tage sein sollte, wurde mir erst nach dem Prozess klar. Da ich schon sehr exzessive Rohkosterfahrungen hatte, war für mich klar, dass es nur auf den Lichtnahrungsprozess hinauslaufen konnte, der erneute Umstieg auf Rohkost war einfach noch zu negativ besetzt. (Was hauptsächlich emotional begründet ist und mit der Rohkosternährung nichts zu tun hat. Meine Rohkosterfahrungen von 1997 bis 2000 waren äußerst positiv und heilungsintensiv. Über Rohkost habe ich schon an anderer Stelle viel geschrieben.)
Ich habe dann keinen Kaffee mehr getrunken und auf vegan geachtet. Ebenso mied ich fortan alles stark Gewürzte. Ich aß entweder Rohkost oder kochte mir Kartoffeln, die ich mit wenig Himalaya-Salz und gutem Leinöl genoss. Obwohl ich bis dato Kartoffeln nicht so gerne gegessen hatte, fand ich die Kombination mit dem hochwertigen Leinöl so sättigend und befriedigend, wie ich es schon lange nicht mehr kannte. Zwei Tage hatte ich mit der neuen Nahrung deutliche Entgiftungserscheinungen und ca. eine Woche leichtere.

Die größte Schwierigkeit, die ich hatte war: Wo soll ich diesen Lichtnahrungsprozess machen? Da ich gerade keine eigene Wohnung habe, dachte ich an eine Berg- oder Waldhütte oder sonst einen Platz, wo ich viel Ruhe haben konnte.
Ich habe dann einfach vertraut, dass das Leben sowohl den Zeitraum als auch den Ort perfekt für mich organisieren würde. Und so kam es auch.

Zur Vorbereitung: (lies hierzu den Extra-Artikel)
Ich habe mich vorab informiert und folgende Bücher gelesen:
Lichtnahrung von Jasmuheen
Leben durch Lichtnahrung von Michael Werner
– Videovortrag: „Der Prozess Lichtnahrung“ von Christopher Schneider
– „Eine neue Erde: Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung“
Buch bzw. Hörbuch von Eckhart Tolle (Hörbücher gehen leichter für mich)
Am Anfang war das Licht – Dokumentarfilm von P.A. Straubinger über das Phänomen Lichtnahrung
(Kam erst nach meinem Prozess raus, ist aber sehr empfehlenswert)

Der erste Tag:
In der Nacht zum ersten Tag hatte ich schon einen mystischen Traum, in dem mein Doktor mit (seinen?)  zwei Tigern vor kamen. Vor den Tigern hatte ich große Angst.
Am Morgen wollte ich noch kleinere Einkäufe tätigen, was mir aber nicht möglich war. Auf halber Strecke (ich war zu Fuß unterwegs) musste ich umkehren. Der Prozess hatte um 0 Uhr eben begonnen. So war ich, obwohl es ja noch keinen Unterschied zum Vortag gab, wesentlich sensibler und menschenscheuer als sonst – eben rückzugsbedürftig. Was mir auch absolut offensichtlich wurde. „Ich habe keine Wahl“. Ich hatte keine Wahl, diesen Prozess jetzt zu machen oder nicht zu machen. Es passierte einfach so. Der Prozess hatte jetzt angefangen. Ohne mich!
Der schwierigste Tag
Der erste Tag war für mich auch gleichzeitig der schwierigste Tag. Am späten Nachmittag und Abend hatte ich großen Durst und ein sehr unangenehmes Gefühl eines trockenen Mundes. Durch Mundspülungen mit Wasser wurde das aber deutlich besser. Das Wasser habe ich, so wie es sein muss, anschließend ausgespuckt.
Der zweite Tag
Jeden Tag gehe ich zum Fluss, der 100 Meter von der Wohnung entfernt liegt. Dort sitze ich für eine Zeit des Ausruhens und der Einkehr auf nahe gelegenen Bänken.
Meine Energie ist deutlich geringer als gestern.
Der dritte Tag
Meine Energie ist am unteren Punkt angekommen. Ich habe es heute nur bis zum Fluss, aber nicht bis zur Bank geschafft. Bin dann gleich wieder zurück, habe mich die Treppe zum 2. Stock hoch gebracht und wieder ins Bett gelegt. Ich fühle mich körperlich wie ein 80-jähriger gebrechlicher Mann. Geistig jedoch sehr wach.
Der vierte Tag
Erstaunlicherweise habe ich mehr Energie. Es geht wieder bergauf, obwohl ich nach wie vor nicht esse und trinke. Genau wie es im Buch beschrieben steht.
4. – 7. Tag
Jeden Tag mehr Energie. Etwas nervig wird der trockene Mund und den natürlichen Impuls „etwas trinken zu wollen“ zu ignorieren.  Ich habe verrückte Träume und Gedanken, die ich Wasserprojektionen nenne. Ganz stark ist der Wunsch in einen der  Seen rund um Füssen, meiner alten Heimat (Alatsee, Schwansee, Alpsee), hinein springen zu wollen. Damit signalisiert mir der Körper seinen Wunsch nach Wasser. Jetzt weiß ich auch, was Heilpraktiker Christopher Schneider damit meinte, als er sagte, er habe an jedes Bier gedacht, das er in seinem bisherigen Leben getrunken hatte.
6. Tag
Am späten Abend treibt mich der Gedanke um, wann ich denn wieder etwas trinken darf. Ich kann dadurch nicht einschlafen. Im Buch von Jasmuheen stehen widersprüchliche Angaben. Einmal heißt es, die erste Woche wäre am 7. Tag um 24 Uhr vorüber. Also darf erst am 8. Tag ab 0 Uhr getrunken werden. An einer anderen Stelle heißt es, man solle seinen Berater fragen, ab wann das Trinken wieder erlaubt ist. Meistens wäre das am späten Nachmittag oder Abend des 7. Tages.
An meinem Bett steht u. a. ein Bild von Ramana. Ich habe das Gefühl, dass er präsent ist und zu mir spricht. Er sagt: „Du hast keine Wahl!“
Sofort entspannt sich mein Geist und ich schlafe bald ein. Mir wurde auf einmal klar, was mit der widersprüchlichen Aussage im Buch gemeint ist. Es geht nicht um die totale Kontrolle, sondern vielmehr um die totale Hingabe (an den Prozess bzw. an das Leben).
7. Tag
Ich lutsche viele Eiswürfel und spucke das Wasser aus. Am Nachmittag will ich ausprobieren, ob ich die Wahl habe oder nicht – und versuche von dem Wasser etwas zu schlucken. Es ist nicht möglich. Mein Hals hat eine automatische Sperre, die das Schlucken des Wassers verhindert. Das entspannt mich noch mehr und ich kann mich tiefer hingeben, weil ich jetzt weiß: Wenn die Zeit da ist, wird das Schlucken möglich sein.

Am späten Nachmittag ist es dann soweit. Die Sperre in meinem Hals löst sich und ich kann ein paar Tropfen schlucken. Wieder ohne mich!
Alle Wasserprojektionen, die ich wie wild hatte, sind auf einmal verschwunden. Kein Verlangen mehr, in einen See zu springen.
8. Tag
Der Unterschied vom 7. zum 8. Tag ist gewaltig. Ich fühle mich komplett anders. Seit dem 2. Tag waren die Gedanken sehr sprunghaft und wirr. Das erkläre ich mir so, dass das ganze Verdauungssystem ab dem 2. Tag in den „Standby-Modus“ umgeschaltet wurde, also abgeschaltet war. Die Gedanken hatten dadurch keine Möglichkeit, sich über die Gefühle erden zu können und waren dementsprechend sprunghaft. Durch das wieder Trinken dürfen, hatte ich heute seit sieben Tagen wieder Stuhlgang. Und ich kann Gefühle wieder normal wahrnehmen.
9. Tag
Ich habe große Probleme mit dem verdünnten Orangensaft. Er ist viel zu sauer und, da mein Pitta scheinbar immer noch zu hoch ist, für mich unverträglich. Zum Glück habe ich eine sehr fürsorgliche Betreuerin, die mir andere Säfte besorgt. Durch den sauren Saft reagiert meine Haut auch wieder, die nach 7 Tagen nichts trinken quasi gesund war.
10.-14. Tag
Ich schlafe wenig, werde mitten in der Nacht wach und es kommen mir alle unerledigten Geschichten aus meinem Leben hoch. Es ist so, als würde sich mein ganzes Leben vor mir abspulen, und mir manch schräg gelaufene Geschichte und verdrängte Erinnerung nochmals bewusst machen.
Meine Energie steigt weiter an. Ich mache längere Spaziergänge, gehe zwar immer noch sehr langsam, fühle mich aber stärker. Dennoch brauche ich viele Pausen der Ruhe und inneren Einkehr.
15. Tag
Wieder ist der Wechsel von der zweiten zur dritten Woche gewaltig. Fast schon mystisch. Jetzt weiß ich, was mit den heiligen Zahlen gemeint ist. Der Prozess geht ja über 21 Tage. Drei mal Sieben Tage. Die Drei ist eine heilige Zahl und die Sieben auch (die heilige Dreifaltigkeit, Körper Geist und Seele | Sieben Hauptchakren (…)). Außerdem hieß es früher, dass man mit 21 Jahren volljährig, mündig, voll geschäftsfähig ist. Da ist was dran. Ich finde, dass der Lichtnahrungsprozess ein wundervolles Initiationsritual für Jugendliche ab 22 Jahren ist.
17. Tag
Ich habe einen Tag lang depressive Verstimmungen, über 24 Stunden hinweg. Dann ist es wieder vorbei. Einen wirklichen Grund gibt es nicht. Ich fühle mich vielleicht etwas unnütz oder nicht dazu gehörig. Ich gebe mir Mühe, im Moment zu bleiben und das zu fühlen, was da ist an Körperempfindungen, ohne es zu bewerten oder weg haben zu wollen. Wenn keine Gedanken da sind, ist das Fühlen der depressiven Verstimmung auch neutral und völlig in Ordnung. Aber sobald Gedanken kommen, die das anders haben wollen, und denen ich Beachtung schenke, entsteht Anstrengung und Kampf.
18.-21. Tag
Jeden Tag habe ich mehr Energie. Eigentlich fühle ich mich wieder ganz normal. Das man essen könnte, das habe ich mittlerweile ganz vergessen. Der Lichtnahrungsprozess ist eine mentale De-Konditionierung Essen zu brauchen.
Das Essen wird durch Trinken ersetzt.
22. Tag
Wieder ist der Unterschied zwischen dem 21. und 22. Tag gewaltig. Der Prozess ist jetzt vorüber. Das merke ich im Wesentlichen daran, dass ich viel weniger Zeit und Pausen zur inneren Einkehr brauche, was eigentlich schade ist, weil ich es sehr gut fand von meinem Körper so bewusst ausgebremst zu werden.
Auf der anderen Seite habe ich das starke Gefühl, dass der Lichtnahrungsprozess jetzt erst richtig anfängt. Die 21 Tage, das war das Praktikum und jetzt beginnt der Lichtnahrungsprozess im alltäglichen Leben und bringt neue Herausforderungen, die mich dann auch wieder zur inneren Einkehr zwingen.

In diesen drei Wochen lief mein ganzes bisherige Leben noch einmal durch meinen Geist. Alles, was in irgendeiner Form noch ungeheilt geblieben ist, umso intensiver. Ähnlich kennt man es ja von den Erzählungen derer, die Nahtodeserfahrungen hatten. Und in gewisser Weise gibt es hier ja Parallelen.

Hier noch zur Ergänzung der Artikel:
„13 Jahre – Meine Vorbereitung auf den Lichtnahrungsprozess“

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